da Vogl

Der blaue vogel

 

Die Geschwister Mytyl und Tyltyl leben mit ihren Eltern in ärmlichen Verhältnissen in einem Dorf am Waldrand. Der Vater arbeitet als Holzfäller, und die Mutter erledigt die täglich anfallenden Haushaltsarbeiten. Die Kinder spielen unbedarft den ganzen Tag im Wald. Auf ihrem Weg kommen sie auch am Nachbarshaus vorbei, in dem ein scheinbar krankes Mädchen wohnt. Da im Wald viele Gefahren lauern, ist die Mutter immer in großer Sorge um die Geschwister. Als Mytyl und Tyltyl zu spät nach Hause kommen, müssen sie zur Strafe ohne Abendessen sofort schlafen gehen. Als der Vater von seiner Arbeit im Wald nach Hause kommt, beruhigt er seine aufgebrachte Frau. Schließlich merkt sie, dass sie überreagiert hat und bringt den Kindern Essen in die Schlafkammer. Die schlafen aber schon tief und fest.Innerhalb eines Traums werden die Geschwister durch ein Feuerwerk und Musik aufgeweckt. Sie schleichen sich unbemerkt aus dem Haus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Im Wald sehen sie auf einer Lichtung ein Herrenhaus, in dem ein rauschendes Fest gefeiert wird. Im Schutz des Waldes beobachten sie die reichen Leute in ihren schönen Kleidern, die keine Sorgen und Nöte zu kennen scheinen. Eine fröhliche Gesellschaft, in der es Essen und Trinken im Überfluss gibt. Sie denken, dass diese Menschen sehr glücklich sein müssen. Ihnen wird bewusst, wie arm sie sind und dass es schön wäre, ebenso zu leben. Als sie wieder nach Hause zurückkehren, um sich wieder unbemerkt in ihre Schlafkammer zu schleichen, erscheint plötzlich eine Hexe. Sie ist auf der Suche nach dem blauen Vogel der Glückseligkeit. Die Hexe erzählt den Geschwistern, dass sie diesen für die Genesung eines kranken Mädchens braucht. Da die Hexe den blauen Vogel nicht finden kann, beauftragt sie die Kinder mit der Suche. Sie gibt Tyltyl einen Hut mit einem magischen Diamanten. Der Edelstein kann den Träger des Huts die Dinge mit anderen Augen sehen lassen. Als Tyltyl den Hut aufsetzt und den Diamant dreht, verwandelt sich die Hexe in das Licht. Mit Hilfe eines Zauberstabs verwandelt das Licht nacheinander das Feuer, das Wasser, das Brot, die Milch, den Zucker, den Hund Tylo und die Katze Tylette in personifizierte Gestalten. Da sie nun sprechen können, stellen sie sich den Kindern vor. Unter der Führung des Lichts macht sich diese illustre Gruppe mit den Geschwistern nun auf die Suche nach dem blauen Vogel und begibt sich dabei auf eine Reise in eine phantastische Welt voller skurriler Objekte und Gestalten. Die Kinder begegnen dabei ihren verstorbenen Großeltern, der Nacht, dem blauen Vogel, dem Luxus, der Mutterliebe, der Eiche und Vater Zeit, die allesamt auch in personisierter Gestalt auftreten. Während ihrer Suche erkennen Tyltyl und Mytyl, dass man den blauen Vogel nicht einfangen kann. Ihnen wird bewusst, dass Glück sich nicht erzwingen oder festhalten lässt bzw. Glück eine Frage der Sichtweise ist. Am Ende der Reise kehrt die Gruppe wieder nach Hause. Die Lebensmittel, das Feuer, das Wasser, Tylo und Tylette verabschieden sich nacheinander von den Kindern. Bevor sie sich wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurück verwandeln und ihren alten Platz im Haus einnehmen, machen sie den Geschwistern noch bewusst, dass sie täglich von ihnen umgeben sind, auch wenn sie dann nicht mehr sprechen können. Tyltyl und Mytyl erkennen, dass es ein Glück ist, diese Dinge zu haben und das man sie achten muss. Danach begleitet das Licht die Kinder in ihre Schlafkammer, um sie wieder ins Bett zu bringen. Auch das Licht geht nicht, ohne vorher den Kindern zu verdeutlichen, dass es jeden Tag in Form von Sonnenstrahlen, Tageslicht und Lampenlicht bei ihnen ist.

Als die Kinder am nächsten Morgen von ihrer Mutter aus dem Traum geweckt werden, sehen sie die alltäglichen Dinge plötzlich mit einem anderen Bewusstsein. Sie begrüßen ihre Eltern, das Feuer, das Wasser, die Lebensmittel, die Katze und den Hund. Die Eltern sind erstaunt über dieses Verhalten. Tyltyl und Mytyl wissen jetzt, dass Glücklichsein keine Frage von arm oder reich ist. Glück bedeutet, Freunde und eine Familie zu haben, in der es Vertrauen und Geborgenheit gibt und in der sich einer um den anderen kümmert. Die Geschwister erkennen in der Taube im Vogelbauer den blauen Vogel. Sie begreifen, dass das Glück bei ihnen die ganze Zeit allgegenwärtig war. Mytyl und Tyltyl bringen den Vogelbauer mit der Taube zu dem kranken Nachbarsmädchen. Jetzt scheint auch sie das Glück in Gestalt von Tyltyl als Freund gefunden zu haben. Als er den Vogel aus dem Vogelbauer nimmt und ihr in die Hand gibt, kann dieser entweichen und fliegt davon. Die Kinder sind nicht traurig, denn sie kennen jetzt das große Geheimnis der Dinge und wissen, dass der blaue Vogel das Glück in die Welt hinaus trägt und jederzeit allgegenwärtig sein kann.

 

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